Generationenübergreifend trafen sich Musikliebende am Freitag, den 15. Mai, in der Aula des Melanchthon-Gymnasiums, um das Orchesterkonzert der Streicherensembles zu erleben.
Seit diesem Schuljahr unterrichtet mit Michaele Waldeck eine neue Musiklehrerin an der Schule, die gleich zeigte, wie hervorragend sie mit den Schülerinnen und Schülern harmoniert. Am Dirigentenpult leitete sie die Streicherklasse 5, selbst Violine spielend, an und erzeugte mit den Kindern, welche erst seit einigen Monaten ihr Instrument spielen, „Träumerei auf allen Saiten“ (Ute Adler). Unterstützt von Robert Gervasi am Flügel kamen des Weiteren ein „Sword Dance“ (Blackwell) und ein „Ragtime“ zur Aufführung.
Was man erreichen kann, wenn man regelmäßig übt und gute Instrumentallehrer und Lehrerinnen hat, zeigte die 6. Klasse. Ein besonderer Dank der Musikfachschaft galt in diesem Zusammenhang den anwesenden Instrumentallehrern Rostyslaw Tsadykovych (Violine) und Henrik Mumm (Cello). Beherzt und sicher ging es durch ganz verschiedene Stilarten wie einen Blues, einen Tanz, und mit „Fiddlers’s Frolic“ auch Bluegrass.
Vor der Pause zeigt La Piccola Camerata ihr Können. „Arielles Wellenreise“ oder der Hit „Wellerman“ von Larry Moore trafen den Geschmack nicht nur der Jüngeren. Die Songauswahl zeigt aber vor allem, wie die Pädagogen die jungen Musiker nicht nur durch klassisches Repertoire für ihr Instrument begeistern.
Nach der Pause begeisterten Emma Goleniewski und Antonia Wachter mit dem „1. Vivace aus dem Konzert für zwei Violinen und Orchester d-Moll“ von Johann Sebastian Bach.
Danach übernahm Andreas Sekulla die Leitung und schlug mit dem Kammerorchester sehr unterschiedliche Töne an. Beginnend mit Edvard Griegs „Morgenstimmung“ aus der Peer-Gynt-Suite ging es anschließend in das Genre der Filmmusik mit „Interstellar“ (Hans Zimmer). Nach dem „Ungarischen Tanz Nr. 5“ von Johannes Brahms wurde es dann rockig. Bei „Viva la Vida“ von Coldplay kam sogar eine E-Gitarre, inklusive Solo, zum Einsatz. Den Abschluss bildete die Ouvertüre zu „Die Fledermaus“ von Johann Strauß.
Insgesamt war dieser Abend geprägt von einer enormen stilistischen Bandbreite und großer Spielfreude. Besonders verbindend war die Idee, am Ende des Konzertabends mit „Es tönen die Lieder“ alle Beteiligte noch einmal auf die Bühne zu bringen und den Kanon mit dem Publikum gemeinsam zu singen.
Robert Gervasi, seit 25 Jahren geschätzter Kollege und aufgrund seines Engagements und seiner musikalischer Fähigkeiten Aushängeschild der Schule, wurde an diesem Abend in den Auslandsschuldienst verabschiedet. Er wird noch bis zu den Sommerferien den Übergang mitgestalten. Man wird ihn persönlich schmerzlich vermissen, kann aber nach diesem Abend sicher sein, dass die musikalische Bildung der Streicherensembles auch weiterhin in sehr guten Händen liegt. (Soe)





