Exkursion der Klasse 7b

28.01.2026

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Wechselvolle jüdische Geschichte

Warum wurden Juden im Mittelalter verdächtigt, die Pest zu verbreiten? Eine verblüffende Antwort bekam die Klasse 7b von dem Experten Michael Heitz. Er nahm uns in Eppingen mit in die Geschichte des Kraichgauer Judentums.

Unser Weg führte zunächst vorbei an mittelalterlichen Fachwerkhäusern, die Bretten in dieser Altersklasse nicht mehr bieten kann. Im Stadtmuseum erklärte uns Herr Heitz, dass Juden schon seit 2000 Jahren in Europa leben und häufig wichtige Berufe hatten. Aber die Ausgrenzung und Verfolgung von Juden wurde leider nie überwunden – von der Pest über die Hitlerzeit bis heute. 

Auf dem weiteren Weg führte uns Herr Heitz zu Häusern, in denen einst jüdische Familien lebten – u. a. zu einer ehemaligen Metzgerei. 

Das Rätsel lösten wir dann vor Ort an der Alten Synagoge von Eppingen. Das hübsche Gebäude enthält ein jüdisches Ritualbad (Mikwe), das schon seit dem Mittelalter existiert. Jüdinnen und Juden reinigten und kräftigten sich hier regelmäßig durch vollständiges Eintauchen ins kalte Wasser. Pesterreger hatten es dadurch schwer – Juden wurden vermutlich seltener krank! So gerieten sie in den Verdacht, selbst die Ursache der Pest zu sein. Wir lernten bei der Exkursion also nicht nur, dass Juden schon im Mittelalter längst Teil unserer Gesellschaft waren, sondern fanden auch eine schlaue historische Erklärung.