Am Montag, den 11.05.26, haben die beiden Kompetenzkurse Gemeinschaftskunde der K1 und K2 von Herrn Söhner gemeinsam das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe besucht. Direkt nach der Ankunft wurde ein gründlicher Sicherheitscheck durch die Bundespolizei vorgenommen und jeder Teilnehmer der Exkursion bekam einen Besucherausweis. Daraufhin haben wir im Foyer eine ehemalige Schülerin des MGB getroffen, die im Bundesverfassungsgericht arbeitet und für unsere Führung zuständig war. Annika Kayser hat 2015 am Melanchthon-Gymnasium Bretten erfolgreich ihr Abitur abgeschlossen und danach an der Hochschule Schwetzingen ein duales Studium der Rechtspflege absolviert. Frau Kayser führte die beiden Kurse durch mehrere Stationen und informierte über die Aufgaben, die Bedeutung und die Geschichte des Bundesverfassungsgerichts. Angefangen mit der Entstehungsgeschichte und dem Zusammenhang mit den anderen vier Verfassungsorganen erklärte sie uns, wer am Bundesverfassungsgericht arbeitet. Zusammen haben wir uns dann noch die wichtigsten Personen in der Ahnengalerie der ehemaligen Richter und Richterinnen angesehen. Im Folgenden haben wir uns einen informativen Film über die Aufgaben der vielfältigen Berufe und die Arbeit im Allgemeinen am Bundesverfassungsgericht angesehen. Von Richterinnen und Richtern, über Rechtspfleger und wissenschaftliche Mitarbeiter informierte der Film über jeden Beruf am Bundesverfassungsgericht und deren abwechslungsreiche Aufgaben. Dabei haben wir Richter und ihren Bezug zur Arbeit gesehen, aber auch die Menge an Dokumenten, die jeden Tag von Rechtspflegern abgearbeitet und überprüft werden müssen. Daraufhin haben wir auf dem Weg zum Sitzungssaal erfahren, wie das Gebäude, welches im Zentrum von Karlsruhe liegt, aufgebaut ist, warum es so hohe Sicherheitsvorkehrungen gibt und wie sich das Gericht über die Jahrzehnte verändert hat. Dazu gehört auch der Umzug vom Prinz-Max-Palais zum jetzigen Standort, wobei im Prozess viele Standorte im Gespräch waren und Karlsruhe sich stetig durchsetzen konnte. Im Sitzungsaal erfuhren wir dann unter anderem, wie die Aufgaben unter den Richtern aufgeteilt sind. Die höchsten Richter Deutschlands werden für 12 Jahre gewählt und müssen hochqualifiziert und über 40 Jahre alt sein, um diesen Beruf auszuüben. Annika Kayser erklärte uns dann den Ablauf der Sitzungen und die Sitzordnung der Richter. Daraufhin haben wir uns auf den Weg zum Plenarsaal gemacht, wo wir dann die eindrucksvollen Gemälde der ausgeschiedenen Richter betrachtet haben. Und nach einer interessanten und aufschlussreichen Führung haben wir uns bei Annika Kayser bedankt und uns das Gebäude noch einmal von außen angesehen. Dabei ist uns aufgefallen, was auch Frau Kayser erwähnt hatte. Sie erklärte uns, dass die großen Glasfenster des Gerichtes für die Transparenz stehen und dafür, dass die Bürger ihr Verfassungsgericht immer im Blick haben sollen.
Lisa (K1 Gk1)


